Hebronberg und Wehrda
29.11.11 (Hebronberg)
Im Rahmen der Aktion “Fraktion vor Ort” traf die SPD-Fraktion im Stadtparlament Marburg am 21.11.2011 mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern und Verantwortlichen Personen der Diakonie in Wehrda bei einem Ortstermin zusammen.
Beim anschließenden öffentliche Teil der Fraktionssitzung im Anglerheim wurde durch den SPD-Ortsverein Wehrda der Vorschlag gemacht, auf der Homepage der SPD eine Plattform zu errichten, um die unterschiedliche Stimmen und Stimmungen in Wehrda, aber auch Informationen aus der Diakonie, den Bürgerinitiativen und weiterer Betroffener zu sammeln. Mit diesem Mittel eröffnet sich die Möglichkeit, die Entwicklung der Diakonie mit den berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger möglichst gut in Einklang zu bringen. Darüber hinaus soll hierbei eine Möglichkeit zum Dialog angeboten werden.
Jeder kann an dieser Stelle durch den Eintrag eines Kommentars seine Meinung kundtun. Die Kommentare werden aber nur dann veröffentlich, wenn sie namentlich gekennzeichnet sind. Persönliche Beleidigungen, emotionale Beiträge, die die Grenze der Höflichkeit und des Respekts missachten, werden von der Veröffentlichung ausgeschlossen. In einem solchen Fall erhält der/die Absender/in jedoch die Chance, den Text angemessen zu formulieren. Aus Datensicherheits- und Datenschutzgründen werden an dieser Stelle keine Emailadressen der Personen veröffentlich. Es sollen ein offener Dialog und kein Monolog stattfinden.
Wir bitten alle Interessierten, ihre Beiträge hierzu zu leisten. Alle Teilnehmer werden beim Eintreffen von neuen Informationen hierüber zeitnah über Email informiert. Jeder kann sich im „Newsletter“ eintragen und sich bei fehlendem Interesse wieder abmelden.
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Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen unter info@spd-wehrda.de zur Verfügung.
Mit bestem Dank im Voraus für Ihre Beiträge.
Der Vorstand des SPD-Ortsvereins Wehrda
04.12.11 um 23:52
Lehrreicher Beitrag. Interessant, wenn man das Thema auch mal aus einer anderen Perspektive beschrieben lesen kann.
08.12.11 um 23:21
Die Initiative des SPD-Ortsvereins einer Ideenplattform zur Lösung der jahrelang bestehenden Verkehrsprobleme in Wehrda ist begrüßenswert. Sie kann zur rascheren Meinungsbildung führen und den für den 31.01.2012 anvisierten runden Tisch vorbereiten.
In den letzten 20 Jahren ist das Verkehrsaufkommen im zweitgrößten Marburger Stadteil Wehrda stark angestiegen. Auf dem Gelände der Diakonie ist u. a. das Wirbelsäulenzentrum entstanden sowie die hausärztliche Notfallversorgung dem Krankenhaus angegliedert worden. Das ist für die PatientInnen begrüßenswert, für die Anlieger und den Stadtteil bedeutet es aber auch viel Lärm und Abgase durch den Kfz-Verkehr. Dazu trägt auch massiv die Evangeliumshalle mit ihren zahlreichen Veranstaltungen meist mit mehreren hundert, zeitweise auch mit über 2000 Besuchern bei.
Ebenso sind im Industriegebiet am Kaufmarkt einige neue Geschäfte eröffnet oder erweitert worden wie z. B. Aldi, Lidl und Begro, die sehr viel Verkehr anziehen.
Entsprechende Umgehungsstraßen wurden nicht gebaut, so dass die WehrdaerInnen, u. a. in Bürgerinitiativen organisiert, zu Recht verkehrslenkende Maßnahmen fordern.
Was ist zu tun? Im Folgenden sollen einige Lösungsanregungen für Wehrda vorgestellt werden, da die Verkehrsprobleme im Bereich der Diakonie nur im Gesamtzusammenhang gelöst werden können.
1) Aus dem Lahntal über Goßfelden kommt sehr viel Verkehr über die Goßfeldener Straße herunter, hinzu kommen zahlreiche Pkw aus dem „neuen“ Wehrda im Bereich der Ernst-Lemmer-Straße. Um einen Teil davon erst gar nicht Richtung Wehrdaer Straße fließen zu lassen, sollte eine Brücke über die Lahn auf Höhe der Einmündung Freiherr-vom-Stein-Str. in die Goßfeldener gebaut werden. In Richtung Kaufparkt gibt es anschließend dort schon einspurige Straßen, die erweitert werden können bzw. es könnte auch der angelegte Deich ausgebaut und als Straße genutzt werden. Ein Abzweig könnte den Kaufpark von der Industriestraße her anschließen. Die neue Straße könnte weiterlaufen zur schon vorhandenen Straße auf der Kupferschmiede. Von dort besteht rasch Anschluss über die Kasseler Straße an die B 3 als Verteilerschiene.
2) Wer das Fahrtziel Wehrdaer Straße und Diakonie hat, kann kaum durch rechtlich fragwürdige, den Kfz-Verkehr drangsalierende Tempo-30-Zonen auf den Hauptverbindungsstraßen Goßfeldener- und Wehrdaer Straße davon abgehalten werden. Im Zielgebiet ist insbesondere das Wohngebiet mit dem schmalen Oberweg stark belastet. Dort bietet sich eine entlastende südöstliche Zufahrt zur u.a. Evangeliumshalle an. Von der südlichen Auffahrt „Hebronberg“ kann eine Serpentine Richtung Evangeliumshalle gebaut werden. Neben der Evangeliumshalle ist Raum für einen zu schaffenden Bus- und Pkw-Parkplatz, so dass der Oberweg für die Durchfahrt gesperrt werden kann.
3) Eine Brücke für Fahrradfahrer und Fußgänger von der Wehrdaer Straße aus auf Höhe des Diakoniekrankenhauses über die Lahn zum Lahntalradweg hin kann den Verkehr entzerren und für die Radfahrer mehr Sicherheit schaffen.
4) Der Lärm von der vierspurigen B 3 hinüber zum alten Teil von Wehrda ist immens, so daß hier unverzüglich Schallschutzmaßnahmen wie z.B. eine hohe Schallschutzmauer an der B 3 nötig sind.
5) In der OBR-Sitzung vom 15.11.2011 wurde einstimmig von allen Fraktionen die Sperrung des Weinstraßen-Feldweges (bei den Windrädern) für den Pkw-Verkehr zwischen Wehrda und Michelbach gefordert wie schon mehrfach in den Jahren zuvor. Es ist das Naherholungsgebiet von Wehrda und steht teilweise unter Naturschutz. Spaziergänger werden öfter durch rasch vorbeifahrende Pkw´s auf dieser engen einspurigen Strecke gefährdet.
Zusammenfassung:
1) Ein runder Tisch sowie Arbeitsgruppen zu der Verkehrssituation in Wehrda sollten unverzüglich eingerichtet werden.
2) Wehrda muss durch eine Umgehung entlastet werden. Hier bietet sich ein Brückenbau über die Lahn beginnend ab der Freiherr-von-Stein-Str./ Goßfeldener Str. bis hin zum Einkaufszentrum und hin zur B 3 an. Ausbaufähige Wege sind dort schon vorhanden.
3) Das Wohngebiet Oberweg ist nicht für das derzeitige hohe Verkehrsaufkommen ausgelegt. Hier sind eine entlastende südöstliche Zufahrt zur u.a. Evangeliumshalle und ein Parkplatz notwendig.
4) Eine Brücke für Fahrradfahrer über die Lahn auf Höhe des Diakonie-Krankenhauses kann für mehr Verkehrssicherheit sorgen.
5) Die vierspurige B 3 bedarf u.a. auf der Höhe von Wehrda dringend wirksamer Schallschutzmaßnahmen wie z. B. einer hohen Schallschutzwand.
6) Der Feldweg “Weinstraße” zwischen Wehrda und Michelbach muss für den Pkw-Verkehr gesperrt werden, bevor Spaziergänger im dortigen Naherholungsgebiet zu Schaden kommen.
08.12.2011 Johannes Linn, Mitglied im Ortsbeirat Wehrda