Bilder der Veranstaltung mit Egon Vaupel am 30.11.2010
04.12.10 (Veranstaltungen)
21.11.10 (Veranstaltungen)
Der SPD-Ortsverein Wehrda
lädt herzlich ein zur
Weihnachtsfeier
Abendland trifft Morgenland
(mit deutschem und persischem Essen)
am 10. Dezember 2010
Gemeindehaus der Martinskirche, Huteweg 4
ab 18:30 Uhr Einlass
ab 19:00 Uhr Abendessen
Kostenbeitrag: Erwachsene: 5,00 €
Kinder bis 14 Jahre: 3,00 €
Voranmeldung unter: 06421/870501
Email: info@spd-wehrda.de
am 10. Dezember 2010
Gemeindehaus der
Martinskirche,
Huteweg 4
ab 18:30 Uhr Einlass
ab 19:00 Uhr Abendessen
Kostenbeitrag:
Erwachsene: 5,00 €
Kinder bis 14 Jahre: 3,00 €
Voranmeldung [...]
11.06.10 (Veranstaltungen)
Pressemitteilung zur Veranstaltung mit Dr. Bach:
Finanzkrise, Weltwitschaftskrise und nun Euro-Krise!
Wer versteht das noch?
Zu diesem Thema sprach Dr. rer. pol. Hans Willi Bach, Dozent
am Fachbereich Arbeitsverwaltung der Fachhochschule des
Bundes in Mannheim vor einer kleinen, aber sehr interessierten
Zuhörerschaft im kleinen Saal des Bürgerhauses Wehrda auf
Einladung der Arbeitsgruppe “Bürger-Bildung-Beiträge” des SPD-OV
Wehrda.
Zunächst erläuterte Dr. Bach makroökonomische Steuerungsmechanismen,
wie sie die Nationalstaaten vor Gründung der EU einsetzen konnten.
Wenn beispielsweise in einem Staat die Löhne sehr stark gestiegen
waren, was zu einer Verteuerung der Produkte und damit zu
Absatzproblemen führen kann, so konnte der Staat dem begegnen,
in dem er währungspolitische Maßnahmen ergriff, z. B. Geldabwertung
und so wieder das Gleichgewicht herstellen. Weitere
Steuerungsmechanismen waren die Geldpolitik und die Finanzpolitik.
Mit diesen vier Mechanismen konnten die Staaten bei richtiger
Dosierung ihre Ökonomie im Gleichgewicht halten.
Mit Gründung der EU und Einführung des Euro entfielen zwei dieser
Steuerungsmechanismen, die Währungs- und die Geldpolitik, da die
Geldmenge seitdem von der europäischen Zentralbank zentral geregelt
wird, und die Währungspolitik, da es jetzt einheitlich den Euro gibt.
Da Finanz- und Tarifpolitik national und nicht sehr abgestimmt betrieben
werden, sind auch diese Steuerungselemente nur noch bedingt tauglich.
Es wurden zwar Kriterien zur Stabilisierung der Staatengemeinschaft
entwickelt, z. B. sollte die Neuverschuldung nicht über 3 % des
Bruttoinlandsproduktes betragen, dieses Kriterium wurde aber nahezu
von allen Ländern mehr oder weniger stark verletzt. So liegt die
Neuverschuldung von Griechenland, Spanien, Portugal, Irland und Italien
derzeit zwischen ca. 11 und 15 %. Als durch eine (private) Rating-
Agentur die griechischen Staatsanleihen nur noch als Ramsch bewertet
wurden (in dieser Woche folgte die zweite Rating-Agentur dieser
Bewertung), setzte die Spekulation skrupelloser Spekulanten gegen
Griechenland ein, die nicht davor zurückschrecken, eine Volkswirtschaft
an die Wand zu fahren, wenn es Profit bringt. Diesen Spekulationen ist
das Rettungspaket der EU entgegengetreten, nicht zuletzt deshalb,
um eine Lawine von weiteren Spekulationen gegen die anderen
gefährdeten Staaten zu verhindern.
Ob das die einzige Reaktionsmöglichkeit der EU war, verneinte Dr. Bach.
Man hätte auch den griechischen Staatsbankrott geschehen lassen
können, ob das aber vor allem für die deutsche Wirtschaft gut
gewesen wäre, ist zu bezweifeln. Schließlich gehen ca. 60 % des
deutschen Exports in EU-Länder, bevorzugt in südeuropäische Länder.
Es entstand eine z. T. kontrovers geführte Debatte über dieses Thema,
ohne dass ein Patentrezept gefunden worden wäre.
Einig war man sich mit dem Referenten, dass kein zweites Rettungspaket
finanzierbar sein wird und es es nun darauf ankommt, möglichst politisch
unabhängige Kontrollinstanzen in den Finanzministerien der EU-Länder zu
etablieren, um falsche Angaben zur Neuverschuldung , wie sie – nicht nur -
in den oben aufgeführten Länder gemacht wurden, zukünftig zu verhindern
und damit die europäische Ökonomie zu stabilisieren.