SPD-Ortsverein Wehrda

Bundespolitik beginn mit der Kommunalpolitik

Wahlen 2011

21.06.10

Am 27. März 2011 stehen wir  in Marburg und Wehrda wieder vor großen und wichtigen Entscheidungen. Unsere Meinung  als Bürgerinnen und Bürger zur politischen Gestaltung in Marburg und unserem Stadtteil Wehrda ist gefragt. Dazu bedarf es guter Informationsmöglichkeiten. Wir werden Ihnen hiermit in der nächsten Zeit Informationen zu unseren Inhalten und den Personen, die diese Inhalte gerne in unserem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Marburg und im Kreistag vertreten wollen, zur Verfügung stellen.

Wir freuen uns natürlich darüber, von Ihnen auch Anregungen, Wünsche, Äußerungen per Email, Post oder persönlich zu erhalten.

Darüber hinaus wollen wir versuchen, Ihnen als  Bürgerinnen und Bürger in Wehrda und Marburg  vor den Wahlen auf diesen Seiten eine Plattform zur direkten Diskussion  zur Verfügung zu stellen.

Wir hoffen auf rege Beteiligung zunächst an den Programm- und sonstigen Diskussionen und letztlich auch an den Wahlen.

Ihr Vorstand des SPD-Ortsvereins Wehrda

Kontakt: info@spd-wehrda.de

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Liebe Leserin, lieber Leser,Mohammad

Demokratie beginnt bekanntlich mit der ersten abgegebenen Stimme. Mit unserer Stimm-abgabe geben wir unsere Stimme an eine andere Person oder eine Partei. Ab diesem Moment sind wir folglich nicht mehr „stimmlos“, aber wir müssen darauf achten, was mit unserem abgegebenen Votum passiert. Das Prinzip der Demokratie ist also wahrlich einfach, sie zu hüten und zu bewahren ist aber eine fortdauernde Aufgabe. Wo wir heute als Menschen, Staatsbürger, Angehörige einer Gemeinde, oder als Teil einer Familie stehen, ist im Wesentlichen die Folge des Handelns unserer Vorfahren, Väter und Mütter. Und so sind wir heute für uns und die Lebensumstände unserer Kinder und ihre Zukunft mitverantwortlich. Deshalb ist es sehr wichtig, sich stets für die Gestaltung der Normen und Formen unserer Gesellschaft zu interessieren, darüber hinaus aber auch derer für unsere Welt. Ich persönlich bin, nicht nur weil ich Politikwis-senschaften studiert habe, sondern vielmehr, weil ich während politischer Umwälzungen aufgewachsen bin, an Politik und an politischer Mitverantwortung und Teilhabe  interessiert.

Aus diesem Grund möchte ich, auch wenn ich noch nicht so lange in Wehrda wohne, mich für die politischen, sozialen und gesellschaftlichen Belange meines Wohnortes einsetzen. Ich wohne seit 1990 in Marburg und kenne fast alle Stadtteile. Wehrda habe ich mit meiner Familie nicht zuletzt als Wohnort gewählt, weil meine Frau seit über 25 Jahren in Wehrda lebt, sondern auch, weil Wehrda ein historisch gewachsener Ort ist, in dem viele soziale Werte, die oft in großen Städten verloren gegangen sind, noch vorhanden sind, allen voran die nachbarschaftlichen Beziehungen, der soziale Zusammenhalt und vieles mehr.

Als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, als Ortsvorsteher zu kandidieren, und ich mich für diese verantwortungsvolle Aufgabe entschieden habe, war mir klar, dass es schwer wird, als „Neubürger“, noch dazu mit Migrationshintergrund, gegen Menschen zu kandidieren, die hier geboren und aufgewachsen sind und seit Jahren im Gemeindeleben und den örtlichen Vereinen aktiv sind. Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass die Wehrdaer Bürgerinnen und Bürger sehr weltoffen und stets neugierig auf das Neue und offen für eine Erneuerung sind. Das sind genau die Eigenschaften, die Wehrda zu einem Gewerbezentrum im Umkreis gemacht haben, was wiederum ein Grund für viele Menschen ist, Wehrda als Wohnsitz zu wählen. Die Immobiliennachfragen zeugen davon.

Als möglicher zukünftiger Ortsvorsteher möchte ich mich auf zwei Ebenen verpflichtet wissen. Als erstes will ich mich um die alltäglichen Belange unseres Ortsteils kümmern. Dazu gehören die Straßen mit ihren Schlaglöchern genauso wie wichtige soziale Themen. besonders am Herzen liegt mir,  mich für die Belange der Wehrdaer Waldschule einzusetzen, um den Kindern einen bestmöglichen Start in die Ausbildung zu ermöglichen. Aber auch um die Zukunftsplanung der Jugendlichen sowie ihre Interessen wie z..B. ihre Freizeitgestaltung sollen  im Mittelpunkt meiner Tätigkeit stehen; denn Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Ein weiterer Schwerpunkt in meiner Funktion als möglicher zukünftiger Ortsvorsteher soll die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Familien sowie von Senioren sein, die einen wichtigen Platz in unserer Gesellschaft einnehmen. Schließlich möchte ich mich für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund „stark machen“, denn Integrationsarbeit ist auch Brückenbau.

Weiterhin ist es mir wichtig, mich für die Interessen Wehrdas im Rahmen der Stadt- und Kreispolitik zu engagieren. Zu diesem Thema hat der Vorstand der SPD Wehrda unseren Oberbürgermeister, Egon Vaupel, als Referenten für einen Vortrag über „Die Rolle Wehrdas im Rahmen der Stadt- und Kreispolitik aus wirtschaftlicher und sozialer Sicht“ eingeladen. Er spricht zu diesem Thema am 30.11. im Bürgerhaus.

Ich werde in den folgenden Ausgaben des Wehrda Weckers mehr über das Vorhaben des SPD-Ortsvereins in den nächsten Jahren, aber auch über meine persönlichen politischen und sozialen Ziele berichten. Sie sind herzlich zu unseren Veranstaltungen eingeladen. Die Termine können Sie unserer Internet-Seite www.spd-wehrda.de entnehmen.

Nur durch Ihre Stimme können wir uns für Wehrda erfolgreich einsetzen. Darum brauchen wir Ihr nachhaltiges Engagement und Ihre Unterstützung.

 Ihr  Dr. Mohammad Reza Malmanesh

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Liebe Wehrdaer Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich möchte mich Ihnen heute als Wehrdaer Kandidatin für die Marburger Stadtverordnetenversammlung kurz vorstellen:martina

Mein Name ist Martina Dirmeier. Ich bin 47 Jahre alt, seit 16 Jahren Lehrerin an der Blista in Marburg und lebe mit meiner Familie (Mann und 17-jährige Tochter) seit fast 5 Jahren in Wehrda. Im Stadtparlament möchte ich mich natürlich vor allem für die Belange er Wehrdaer Bürger einsetzen. Als Auto-fahrerin, Radfahrerin und Mutter einer Bus fahrenden Tochter sowie aus Äußerungen und Gesprächen mit anderen Wehrdaer Bürgern weiß ich, dass vor allem die Verkehrssituation viele hier in Wehrda beschäftigt.

Ein großes Problem stellt die Verkehrssituation an der Einmündung Ernst-Lemmer-Str./ Goßfeldener Straße dar: Gerade morgens erfordert diese Stelle wegen der zahlreichen aus Richtung Goßfelden kommenden Fahr-zeuge viel Geduld für Wehrdaer, die auf die Goßfel-dener Straße auffahren wollen. Eine mögliche Lösung wäre eine abknickende Vorfahrt, die dem Verkehr aus Wehrda den Vorrang vor dem Verkehr aus Goßfelden gibt. Ähnliche Vorteile hätte ein Kreisverkehr, durch den der Berufsverkehr vermutlich nicht entscheidend einge-schränkt würde, die Wehrdaer Bürger jedoch könnten ihren Stadtteil besser erreichen bzw. verlassen, ohne vom auswärtigen Verkehr behindert zu werden.

Das Ortsschild Wehrda ist in Richtung Goßfelden versetzt, der folgende Teil der Goßfeldener Straße ist damit eine städtische Straße geworden. Nun kann die Stadt hier entsprechende Maßnahmen ergreifen. Im Zuge einer Verkehrsberuhigung wie in der Wehrdaer Straße könnte man dann den hangseitigen Radweg so verbreitern, dass er in beide Richtungen befahrbar ist und den Radstreifen auf der Lahnuferseite entfernen. Eine zusätzliche Sperrung dieser Straße für den Schwerlastverkehr würde auch die Situation der Anwohner am Kreisel etwas erleichtern.

 Verkehrsführung Wehrdaer Straße/Wehrdaer Weg

Zum besseren Schutz der Menschen, vor allem der Kinder, sollte im gesamten Ort Tempo 30 eingeführt werden. Die Verengung in der Wehrdaer Str. allein wird vermutlich nicht zu einer wesentlichen Minderung der Geschwindigkeit führen. Zu gegebener Zeit ist hier eine kritische Auswertung der bisher getroffenen Maßnahmen erforderlich. Unbefriedigend für alle Verkehrsteilnehmer ist nach wie vor die Situation im Wehrdaer Weg. An der topografischen Lage lässt sich nichts ändern, dringend erforderlich wäre hier die Einführung von Tempo 30, um die Gefährdung der Radfahrer und Fußgänger auf dieser engen Straße und auf dem engen Bürgersteig zu mindern. Mittelfristig ist auch im Zuge der Verkehrsplanung im Rahmen mit der Campus Planung eine Neuregelung erforderlich.

Generell müssen in Marburg Lösungen her, die es allen Verkehrsteilnehmern ermöglichen, ihre Ziele sicher, zügig und gefahrlos zu erreichen.

Zur Verbesserung der Verkehrssituation (und natürlich auch zur Entlastung der stark frequentierten Marburger Straßen) trägt auch die Verbesserung des ÖPNV bei. In den Stoß-zeiten sind die Busse in Wehrda bereits ab der Haltestelle Ernst-Lemmer-Straße überfüllt. Da in Wehrda viele Menschen leben, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind – Schüler und Schülerinnen und Studenten, blinde und sehbehinderte Menschen, ältere Menschen -, müssen zu den entsprechenden Zeiten entweder die Taktung verbessert oder mehr Busse eingesetzt werden. Dies ist auch im Interesse der Busfahrerinnen und Busfahrer erforderlich.

(Studentisches) Wohnen: Die in Wehrda wohnenden Studenten sind ebenso wie andere Bürger auf preiswerten Wohnraum angewiesen. Die steigenden Studentenzahlen in Marburg sind einerseits ein Beleg für die Attraktivität der Stadt, erfordern aber andererseits auch weitere Angebote an bezahlbaren Wohnungen. Die Bereitstellung von günstigem Wohnraum in Wehrda ist aber natürlich nicht nur für Studenten, sondern auch für junge Familien, gerade angesichts der hohen Miet- und Kaufpreise in der Kernstadt, wichtig und nötig.

Wehrda ist durch seine sehr gute Infrastruktur (u. a. Kindergarten, Grundschule, Schwimmbad, Einkaufszentrum), aber auch durch die (hoffentlich bald noch verbesserte) Verkehrsanbindung ans Zentrum äußerst attraktiv. Das soll auch so bleiben!! Damit Wehrdas Interessen auch künftig in der Stadtverordnetenversammlung gut vertreten werden, brauchen wir Ihre Unterstützung. Vielen Dank dafür!

Ihre Martina Dirmeier

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Liebe Wehrdaer Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 als eine der Kandidatinnen für die Wahlen zum Ortsbeirat Wehrda am 27. März 2011 möchte ich mich Ihnen gerne vorstellen:christiane

Ich bin Christiane Dörbecker, 53 Jahre alt, verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder. Von Beruf bin ich Dipl. Verwaltungswirtin, aber nicht  mehr berufstätig. Dem Ortsbeirat Wehrda gehöre ich seit über 25 Jahren an. Da ich außerdem seit meiner Geburt in Wehrda lebe und daher eng mit unserem Stadtteil verwurzelt bin, sind mir die Probleme und Bedürfnisse, aber auch die Stärken unseres Stadtteiles gut vertraut.

Wehrda ist schon heute für Familien sehr attraktiv.     Darauf gilt es aufzubauen und die Situation für Familien so zu verbessern, dass der Stadtteil Wehrda auch zukünftig noch Familien mit Kindern anzieht.

Der Innenstadtnähe und unserer recht guten Infrastruktur ist es zu verdanken, dass der Stadtteil Wehrda bei Jung und Alt sehr beliebt ist. Dass dies auch so bleibt und sich auch unsere Mitbürger/innen mit Behinderungen weiterhin hier wohl fühlen können, bedarf es auch in der Zukunft einer Politik, die Sorge dafür trägt, dass Bewährtes erhalten bleibt und Defizite erkannt und über-wunden werden. Deshalb werde ich mich auch weiterhin verstärkt für folgende Dinge einsetzen:

Unsere Kindergärten müssen in ihrer Vielfalt erhalten bleiben, um sich an die sich ändernden Bedürfnisse von Kindern und Eltern anzupassen, wobei auch die Einrichtung weiterer Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren anzusprechen ist.

Der Erhalt und die bedarfsgerechte Anpassung des Betreuungsangebotes an unserer Grundschule und damit verbunden die Anpassung des räumlichen Bedarfs der Schule und deren Außenanlagen ist für Wehrda unerlässlich. Dazu zählt auch das Kinderhaus Lärchenweg als Baustein des Betreuungsangebots an unserer Grundschule, das weiterhin die Unterstützung durch die Stadt Marburg benötigt.

Das Angebot des Jugendhauses in der „Cölber Straße“ ist neben den Angeboten der Wehrdaer Vereine für unsere Jugendlichen unbedingt notwendig.

Weiterhin  werde ich mich auch dafür einsetzen, dass trotz knapper Kassen die  Arbeit der „Elterninitiative Wolkenkratzer e. V.“ insbesondere im Kinder- und Jugendbereich unterstützt wird. Das stadteigene Grundstück in der Magdeburger Straße muss für den Zweck des Baus eines Gemeinschaftszentrums freigehalten werden.

Aufgrund der knappen Finanzsituation aller Städte und Gemeinden ist trotz großen Engagements der Stadt Marburg die Pflege und Ausstattung unserer Spielplätze nicht immer optimal. Der Spielplatz „Im Biegen“ konnte Dank des Einsatzes engagierter Mitbürger/innen für unsere Kinder erhalten bleiben. Die „Bürgerinitiative Wehrdaer Straße/Weg e.V.“, deren Vorsitzende ich seit vielen Jahren bin, hat die Patenschaft für diesen Spiel-platz übernommen. Mit dem großen Engagement vieler Anwohner und Spenden konnten die notwendigen Spielgeräte angeschafft werden. Dem gilt auch zukünftig mein Einsatz, denn Kinder sind unsere Zukunft.

Das Hallenbad Wehrda ist mit seinen hohen Wasser-temperaturen besonders für Familien und unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger eine Möglichkeit der atraktiven Freizeitgestaltung. Nach der aufwändigen Grundsanierung werde ich mich dafür einsetzen, dass die Nutzungsmöglichkeiten und insbesondere die Öffnungszeiten zukünftig wieder besser dem Bedarf entsprechen und die Liegewiese wieder geöffnet wird.

Für fast alle Straßen in Wehrda wurde zur Verkehrsberuhigung Tempo 30 eingeführt. Für  Straßen, wie die Freiherr-vom-Stein-Straße, Mengelsgasse u. a., auf denen der Stadtbus verkehrt, gilt aber weiterhin Tempo 50, teilweise Tempo 40. Selbst bei ortskundigen Fahrern führt dieses Durcheinander oft zu einer unangepassten Fahrweise. Ergebnis ist ein teilweise unsicherer Schul-/ Kindergartenweg sowie Gefährdungen für Radfahrer und Fußgänger, insbesondere im Bereich der Wehrdaer Straße und des Wehrdaer Weges, von der Lärmbelästigung aller betroffenen Anwohner ganz zu schweigen. Meine Forderung ist daher Tempo 30 in ganz Wehrda. Außerdem müssen im Bereich der Cölber- und Goßfeldener Straße Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ähnlich denen in der Wehrdaer Straße erfolgen, für LKW über 7,5 t ein Durchfahrtsverbot angeordnet und dies durch angemessene Verkehrskontrollen durchgesetzt werden.

Für die Probleme der Anlieger der Straßen, wie z. B. des Oberweges, die die zahlreichen Einrichtungen auf dem Gelände des Diakonieverbandes erschließen, müssen Lösungen gefunden werden, mit denen alle Beteiligten leben können. In diesem Zusammenhang sollte man ernsthaft über eine neue Buslinie, die das Diakoniegelände über den    Oberweg erschließt, P&R-Angebote, Parkraumbewirtschaftung und Anliegerparken nachdenken.

Neben der Verbesserung des innerörtlichen Lärmschutzes würde ein gemeinsamer Lärmminderungsplan für Stadtautobahn und Bahnlinie viel zur Lärmreduzierung beitragen.

ÖPNV-Angebot: Die Vertaktung der Linie 2 nur alle 30 Minuten ist unzureichend und führt sehr häufig zu völlig überbesetzten Bussen. Die Linie 2 ist außerdem die einzige  Linie, die die zahlreichen Einrichtungen des Diakonie-verbandes incl. des Diakoniekrankenhauses erschließt. Eine Vertaktung alle 15 Minuten, ist daher unumgänglich. Darüber hinaus sollte die Einrichtung einer weiteren Buslinie über den Oberweg geprüft werden, die auch gleichzeitig das in diesem Bereich befindliche  Wohngebiet besser an den ÖPNV anbinden könnte.

Aufwertung unseres historischen Ortskerns

Neben den vom Ortsbeirat Wehrda einstimmig beschlossenen und von der Stadt Marburg bereits für 2010/2011 zugesagten weiteren Baumpflanzungen im Bereich der Wehrdaer Straße einschließlich der Umgestaltung und Begrünung im Bereich der Kreuzung Wehrdaer Str./Mengelsgasse, muss dringend der noch immer unansehnliche Kreisverkehr umgestaltet werden. Das gleiche gilt für die dringend notwendige Umgestaltung der Goßfeldener und Cölber Straße.

Auch die Abwasserleitung Michelbach-Wehrda stellt ein Problem dar, dass trotz vieler fehlgeschlagener Versuche noch immer nicht gelöst ist.

Die gut aufgestellte und vielfältige Vereinslandschaft in Wehrda mit ihrem enormen ehrenamtlichen Engagement ist ein unverzichtbarer Baustein im Zusammenleben unseres Stadtteils und verdient unser aller Anerkennung und die kontinuierliche Unterstützung durch die Stadt Marburg, für die ich mich auch weiterhin einsetzen werde.

Ihre Christiane Dörbecker

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Wehrda – Ort der Vielfalt!

Ein Wort an und über die Migrantinnen und Migranten in Wehrda:Mohammad-AA_pp

Die deutsche Migrationsgeschichte ist eine sehr lange. Weniger ist diese Geschichte hier Gegenstand des Textes, auch wenn die letzten 50 Jahre der Migrationgeschichte sowohl für die Deutschen als auch für die Migranten eine bewegte Zeit war. Vielmehr möchte ich auf die Bedeutung der Stellung der Migranten in Deutschland eingehen, um dadurch die Chancen der Zeit für diese Mitbürger in diesem Land zu unterstreichen. Welcher Migrant hätte sich noch vor 20 Jahren denken können, dass die Einbürgerung in Deutschland in diesem Maße erleichtert wird? Wer hätte noch in der Ära Kohl gedacht, dass diese 16 Jahre konservative Regierungszeit auch ein Ende finden und dass ein Ergebnis der rot-grünen Regierungszeit eine erleichterte Einbürgerung sein würde?

Einbürgerung bedeutet für die Migranten eine bewusste Entscheidung für eine Staatsbürgerschaft. Die Entscheidung, deutscher Staatsbürger zu sein, war für mich zugleich eine Kopfentscheidung, jedoch mit viel persönlicher, emotionaler und innerer Bewegung. Also demnach eine mit allen Sinnen bewusste Entscheidung. Welcher Migrant hätte sich noch vor zehn Jahren denken können, dass man ohne deutsche Staatsbürgerschaft Mitarbeiter einer Bundes- oder Landesbehörde sein kann? Polizisten mit nichtdeutschem Pass gab es nur wenige. Heute werden Migranten für den Polizeidienst angeworben.

Demografische Entwicklung ist ein Stichwort, das als Grund für diese Sinneswandlung in Deutschland genannt wird, wirtschaftliche Notwendigkeit ein anderes.

Als ich vor acht Jahren meine Urkunde zum Erlangen der deutschen Staatsbürgerschaft im Marburger Standesamt unterschrieb und erhalten habe, bin ich sofort mit einem stolzen Gefühl in das Wahlamt gegangen, um per Briefwahl an den hessischen Kommunalwahlen teilzunehmen. Endlich durfte ich nach 13 Jahren wählen und dadurch mein Grundrecht zur Beteiligung an politischer Mitgestaltung in dem Land, in dem ich lebe, wahrnehmen. Das Wahlrecht ist ein Privileg, das man wahrnehmen muss, um sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft zu beteiligen. Demokratie bedeutet eben Teilhabe aller Menschen, die in einem Land leben und zwar unabhängig von deren Staatsbürgerschaft. Denn wer z.B. seit über 30 Jahren hier lebt und sich wegen seines nichtvorhandenen Wahlrechts nicht an den politischen Entscheidungen beteiligen kann, wird keinen Anlass für Integration haben. Man kann von den Menschen nur Integration verlangen, wenn man Ihnen das Grundrecht zur politischen Partizipation einräumt. In Wehrda leben seit Jahren viele Migranten, eine Reihe von Ihnen hat inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Heute ist endlich nach fast über 50 Jahren die Zeit da, um sich aktiv an der Gestaltung der politischen Entscheidungen in Deutschland zu beteiligen. Es ist eine Chance, die unsere Väter und Mütter noch vor einigen Jahren nicht hatten. Wählen bedeutet mitgestalten. Lange hat man über uns entschieden. Ergebnis: Benachteiligung in Bildungs- und sozialen Bereich, bei der Sprachförderung und Chancen zur Teilhabe und allem, was damit für uns und unsere Kinder verbunden war.

Das ist auch für mich der Entscheidungsgrund, mich zur Wahl zu stellen. Ich möchte mich gerne an der politischen und sozialen Gestaltung unseres Ortes aktiv beteiligen. Ich möchte damit auch ein Zeichen setzen, dass Migranten die Staatsbürgerschaft mit allem, was damit verbunden ist, wahrnehmen. Mit allen Rechten und Pflichten. Dafür bin ich auf Ihre Unterstützung angewiesen. Ich sag nicht, dass Sie mir Ihre Stimme geben sollen, weil ich, vielleicht wie Sie, Migrationshintergrund habe. Nein, aber ich möchte mich mit meinem politischen Handeln für mehr Rechte auch zugunsten der Migranten einsetzen.

Wenn wir in Deutschland von einem Mangel an Fachkräften reden und gerade solche Fachkräfte anwerben wollen, können wir den Menschen nicht sagen, kommt bitte hier her, arbeitet hier, zahlt eure Steuer hier, gebt euer Geld hier zum Leben aus, aber Raum für politische und gesellschaftliche Teilhabe habt ihr nicht.

Und wenn wir denken, dass man heute Fachkräfte anwerben kann, wie in den 50er und 60er Jahren die Gastarbeiter, mit dem Gedanken, dass sie irgendwann zurückgehen, wiederholen wir einen folgenreichen Fehler. Fachkräfte sind eben keine Gast-arbeiter der damaligen Zeit. Sie wissen sehr gut über ihre Bürgerrechte und ihr Recht zur gesellschaftlichen Mitgestaltung Bescheid.

Wehrdaerinnen und Wehrdaer mit Migrationshintergrund sollten hierbei wissen, dass sie in mir einen Fürsprecher für ihre Belange in Ihrem Wohnort, aber auch in der Stadt Marburg haben. Und dies ist unabhängig von Ihrer Stimme für mich. Denn politisch wird man zwar mit einem Teil der Stimmen gewählt, arbeiten muss man jedoch für alle Menschen in gleicher Weise. Denn jede Einzelstimme in der Wahlurne ist ein Auftrag an die gewählte Person, sich für alle Menschen einzusetzen.

In Wehrda leben ca. 6.500 Menschen. Unsere Kindergärten und Schulen sind durch die Migrantenkinder bunt, lebhaft und unsere Kinder lernen voneinander viel über Geografie und Weltgeschichte. Aber es ist unsere wichtigste Aufgabe, die Erziehung unserer Kinder nicht nur als Privatsache zu betrachten, sondern als Gemeinschaftsaufgabe. So wie die Erwachsenen in Wehrda sich wahrnehmen und gegenseitig achten, so werden unsere Kinder die Zukunft unseres Ortes gestalten. Gegenseitiger Respekt, Achtung und Anerkennung sind die höchsten Werte, die wir unseren Kindern vorleben können. Lieber sollten wir dafür Sorge tragen, in Bibliotheken, Sporteinrichtungen, Nachbarschaftshilfeprojekte, Nachhilfe und dergleichen zu investieren, als später in Einrichtungen für sozial Benachteiligte, Pflegeeltern und Einrichtungen für Schwererziehbare.

Wie Oberbürgermeister Egon Vaupel in seinem Vortrag im Bürgerhaus sagte, Wehrda hat heute kaum solche Probleme, es liegt aber an uns Erwachsenen, diesen Zustand aufrechtzuerhalten und unseren Kindern eine bessere Zukunft zu bieten. Migrantinnen und Migranten sind bei diesem Vorhaben wichtige Personen. Denn in einem immer älter werdenden Deutschland sind die Zugezogenen ein Gewinn, den man entsprechend anerkennen muss.

Heute findet im Diakoniekrankenhaus keine Operation statt, ohne dass Migrantenhände am Werk sind. In den Marburger Kliniken stammt z.B. ein Oberarzt aus Palästina, ein anderer aus Osteuropa, der nächste aus Afrika und ein weiterer aus dem Iran. Wenn der Patient durch den Arzt aus Pakistan in die Narkose fällt, wird er bildhaft gesprochen von der WELT operiert. Wenn der Patient seine Augen öffnet, sieht er das Lächeln einer Krankenschwester aus Polen.

Daher ist also Wehrda tatsächlich ein Ort der Vielfalt, und diese Vielfalt ist unser Kapital, das bewahrt werden muss. In diesem Sinne hoffe ich auf Ihre Unterstützung, indem Sie bei der Wahrnehmung Ihres Stimmrechts im März 2011, unserem Team des SPD-Ortsvereins und mir den Auftrag zur Wahrnehmung der Rechte aller Wehrdaerinnen und Wehrdaer erteilen. Denn so können wir uns für den Erhalt und Fortsetzung der sozialen Vielfalt in Wehrda verstärkt einsetzen.

Mit bestem Dank im Voraus

Ihr Dr. Mohammad Reza Malmanesh

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Zehn Ziele für die kommenden fünf Jahre: HESSENGERECHT: Politik für lebenswerte Städte und Gemeinden

1. Wir treten der wachsenden Spaltung zwischen Wohlhabenden und Geringverdienern, zwischen Jung und Alt, zwischen Inländern und Migranten in unseren Kommunen entschieden entgegen.

2. Wir kämpfen für gute Bildungschancen aller Kinder. Dazu gehört für uns mehr frühkindliche Bildung und die echte Ganztagsschule im Sinne unseres Konzepts Haus der Bildung“.

3. Familien Gründung darf kein Armutsrisiko sein. Daher setzen wir uns für den schnellstmöglichen bedarfsdeckenden Ausbau von Betreuungseinrichtungen mit flexiblen Öffnungszeiten ein.

4. Der Zugang zur Bildung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängig sein. Unser Ziel ist die kostenfreie Bildung für alle jungen Menschen – von der Kita bis zum Master-Abschluss.

5. Altere Berufstätige brauchen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wir sorgen durch Zentren des lebensbegleitenden Lernens und eine flachendeckende Beratungsinfrastruktur für erforderliche Weiterbildungsmaßnahmen.

6. Rund 1,4 Millionen Hessen mit Migrationshintergrund sind überwiegend gut integriert und bereichern uns. Bestehende Schwierigkeiten gehen wir beherzt an, statt Vorurteile zu schüren. Wir laden den Islam in die Mitte unserer Gesellschaft ein und erwarten die Akzeptanz unserer Grund- und Freiheitsrechte.

7. Wir beschleunigen die Energiewende weg von der Atomkraft hin zu sauberer, sicherer und günstiger Energie – aus der Region für die Region. Die Solarbranche schafft Tausende neue und qualifizierte Arbeitsplatze. Wir beziehen die Bevölkerung und Kommunen aktiv ein.

8. Wir kämpfen für eine hochwertige öffentliche Daseinsvorsorge und setzen uns für bezahlbaren Wohnraum und lebenswerte Kommunen mit angemessenen Finanzausstattungen ein.

9. Wir gestalten aktiv den demografischen Wandel und sorgen auch im ländlichen Raum für eine zukunftsweisende soziale und kulturelle Infrastruktur. Dafür werden wir unter anderem die Mittel der Dorferneuerung aufstocken.

10. Wir stehen für eine solidarische Bürgergesellschaft mit mehr Bürgerbeteiligung, mehr direkter Demokratie und der Erprobung neuer Beteiligungsformen wie z. B. dem Bürgerhaushalt.

Weiterfuhrende Informationen bei unserer Landesgeschäftsstelle, Rheinstraße 22, 65189 Wiesbaden, Tel. 0611-999770, E-Mail: landesverband.hessen@spd.de , www.spd-hessen.de